Der erste Eindruck

Ein Bausatz von 1982 – besser, man schraubt vor dem Öffnen des Kastens die Erwartungen ein wenig nach unten. Nach dem Anblick der Fotos auf der Schachtel darf man keine Wunder erwarten. Damned, nicht einmal der werkseigene Prototyp-Modellbauer von Revell hat sich sonderlich viel Mühe gegeben. Na, das kann ja was werden!

Von den Gießästen blinzeln mir hauptsächlich glatte, kaum strukturierte Oberflächen entgegen. Auch die Anzahl der kleinen „Fuddelteile“, die ich auf den ersten Blick entdecke, hält sich in Grenzen. Ja, so etwa hatte ich mir das vorgestellt … einen Haufen Teile werde ich selbst bauen müssen.

Die Decals … nun ja, es sind einige vorhanden. Sogar genug, um das Flugzeug in gleich sechs unterschiedlichen Versionen zu bauen. Wie man anhand des übersichtlichen Dekorbogens aber sehen kann, war die „Super-Decal“-Zeit bei Revell 1982 noch lange nicht angebrochen. Immerhin haben die Abziehbilder die lange Lagerzeit aber gut überstanden und kaum einen Gelbstich entwickelt.

Wirklich positiv überrascht bin ich über die drei Moosgummireifen. Bei Revell-Bausätzen kenne ich solche Gimmicks im Allgemeinen nicht.

Die Bauanleitung kam mir auf den ersten Blick irgendwie chinesisch vor. Auch die Zeichnungen fand ich völlig durchgeknallt. Dann bemerkte ich, dass ich die Anleitung falsch herum hielt. Im Kopfstand geht es nun einigermaßen. Zehn Seiten sind in insgesamt 52 Bilder unterteilt, auf denen der Zusammenbau und die Lackierung Schritt für Schritt beschrieben sind. Bemerkenswert: An den Gießästen befinden sich tatsächlich verschiedene Teile, die in der Bauanleitung nicht vorkommen, die aber verbaut werden müssen. Also, wenn das mal nicht sexy ist, hehehe. Aber ansonsten geht die Bauanleitung in Ordnung.

Und was sich noch sehr schnell herausstellt: Die Passform ist unerwartet gut! Ich hatte gerade eine 1/32 Lockheed P-38J Lightning von Revell (Bausatz Nr. 4701) fertig bekommen, bei der nichts – aber auch gar nichts! – zusammenpasste. Dabei handelte es sich um einen Bausatz von 1992, also glatte 10 Jahre jünger als die F-16. Es möge mir also bitte niemand mehr erzählen, es sei unfair, die Passform älterer Modelle mit der jüngerer zu vergleichen!

Okay, werfen wir mal einen Blick auf die Teile …

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