Das Cockpit

Das Cockpit dieser Ju88 ist beinahe schon ein Bausatz für sich. Über 120 Einzelteile gilt es hier unterzubringen – die Fotoätzteile noch nicht mitgerechnet.

Das Bombenzielgerät.

Es geht gleich mit dem Bombenzielgerät los. Eigentlich ein recht harmloser Bauschritt, der aus nur zwei Teilen besteht. Auch wenn diese im Großen und Ganzen recht gut zusammenpassen, bleibt doch ein kleiner Nanu-Effekt: Es bleibt tatsächlich ein Spalt offen, der gespachtelt werden muss. Dann kommen allerdings gleich sieben Fotoätzteile zum Einsatz, was die gesamte Geschichte wieder abrundet. Danach wird das Zielgerät in die vordere Bodenplatte eingeklebt. Hier springen gleich zwei lästige Auswerfermarken ins Auge, die aber rasch mit Spachtelmasse verschlossen sind. Die Strukturen lassen sich anschließend mit Trockenmalerei hübsch hervorheben. Außerdem habe ich noch ein Washing mit Wasserfarben angesetzt – Ölfarben sind einfach nicht mein Ding; mit denen richte ich nur Sauerei an.
 
 

Die Steuerbord-Seitenwand des Cockpits.

Mit der Steuerbord-Seitenwand geht es dann weiter. Neben 12 Plastikteilen kommen alleine in diesem Bauabschnitt gleich 40 Fotoätzteile zum Einsatz: Rundinstumente, Schalterleisten, Hebel und Kurbeln. Dabei muss auf die Reihenfolge der Arbeitsschritte geachtet werden. Wie auf dem mittleren Bild unten zu erkennen, verdeckt gerade her hochgeklappte Sitz des Beobachters später einige Schalterleisten.

  

Weiter geht es mit dem ersten Rumpfspant und der daran befestigten Funkanlage:

 Die Funkanlage.

Der Rumpfspant stellt zugleich die vordere Aufnahme der Tragflächen dar. Wirklich schmerzhaft ist das Abschleifen der Konturen an der Funkanlage, denn diese sind bereit sehr gut angegossen. Sei müssen allerdings verschwinden, um den Fotoätzteilen Platz zu machen, die das Funkgerät noch sehr viel besser in Szene setzen.

Der Sitz des Navigators/Bombenschützen.

Danach kommt zunächst der Sitzplatz des Navigators an die Reihe. Anschließend werden die bisherigen Bauschritte in der Steuerbord-Rumpfhälfte zusammengeführt. Dies bereitet zunächst keine Probleme, denn die Passgenauigkeit ist sehr gut. Allerdings wird es beim Einkleben des Navigatorensitzes ein wenig spaßig, denn hier führt einem die Bauanleitung gnadenlos aufs Glatteis! Montiert man den Pilotensitz genau so, wie es beschrieben ist, dann sitzt er viel zu hoch. Man müsste ein Loch in die Kabinenhaube sägen, damit der Navigator dort hinaus schauen kann.

Der montierte Arbeitsplatz des Navigators.

Sobald aber die Seite des Kabinenbodens an der Backbordseite gemeinsam mit dem Bombenzielgerät montiert ist, erklärt sich die Position des Navigatorensitzes von selbst. Es gibt nur einen Weg, diesen Sitz sinnvoll zu montieren und zu befestigen.

Nächster Arbeitsschritt ist die Montage des Pilotensitzes, hier noch nicht komplett lackiert:

 

Der anschließende Zusammenbau der Armaturen des Piloten und des Funkers erweist sich als Geduldsspiel, denn in diesem Bauabschnitt kommt eine Unzahl von Fotoätzteilen zum Einsatz:

Die Armaturen des Piloten.

Einige der winzigen Hebelchen haben Fluchtversuche unternommen, konnten aber durchweg wieder eingefangen werden – was die Bauzeit nahezu verdoppelte. Aus der Bauanleitung geht auch die Farbgebung der einzelnen Hebel nicht eindeutig hervor. Mit ein wenig Recherche auf www.ju88.net kann dies allerdings recht zügig geklärt werden.

 

Die anschließende Montage der Armaturen gestaltet sich nicht ganz so einfach. Hier treten erste Passungenauigkeiten auf, denn der Armaturenträger ist stellenweise etwas zu dick ausgefallen und muss beigeschliffen werden – andernfalls lässt sich das Teil nicht verkleben. Auch das Anbringen der Backbord-Seitenwand verläuft nicht ganz ohne Spannung. Im Endeffekt lassen sich die Teile aber an Ort und Stelle fixieren. Es ist nur etwas Vorsicht beim Einsatz von Leimzwingen oder ähnlichem Gerät geboten, damit die feinen Details nicht zu Schaden kommen.

Die anschließende Montage des Funkersitzes funktioniert problemlos und völlig unspektakulär. Interessant ist allerdings die Ausführung der Bodenplatte, denn diese ist als Klarsichtteil vorhanden. Eigentlich kaum von Belang, denn die klaren Stellen werden später vollständig von den Sitzen verdeckt. Dennoch lobenswert, wie viel Wert auf eine vorbildgetreue Ausführung gelegt wurde.

Hier noch einmal zwei Detailansichten des fertig montierten Cockpits:

 

Bevor die Arbeiten am Cockpit abgeschlossen werden können, muss nun zunächst der Rumpf zusammengebaut werden. Diese Bauschritte beschreibe ich im nächsten Abschnitt und spare sie an dieser Stelle aus. Stattdessen machen wir einen Sprung direkt zum Armaturenbrett.

Das Armaturenbrett - fertig montiert.

Dieses kommt von Haus aus mit herzlich wenigen Details daher. Der Ätzteilesatz schafft hier Abhilfe und versorgt das Teil mit allen Instrumenten die – soweit es die Quellen im Internet hergeben – nicht nur an den richtigen Stellen sitzen, sondern auch korrekt koloriert sind.

Damit kommt das Cockpit zunächst zum Abschluss. Und nicht nur das: Auch ein Großteil des gesamten Zusammenbaus ist damit bereits bewältigt, denn das Cockpit dominiert bei diesem Bausatz eindeutig.

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