Der Rest

Nach dem Cockpit wirkt der Zusammenbau des restlichen Modells irgendwie schon nebensächlich. Doch der Eindruck täuscht, denn es gibt noch jede Menge zu tun.

Zunächst wird das Spornrad montiert und die Aufnahmen für die Dämpfungsflächen des Höhenleitwerks werden angebracht. Danach können die Rumpfhälften bereits zusammengeklebt werden. Revell hat die Rumpfoberseite offen gelassen. Hier wird ein Deckel platziert, dessen Klebekanten sinnigerweise genau einigen Blechstößen folgen. Leider geht es hier nicht ganz ohne Spachtelmasse ab, doch der Aufwand ist im Grunde zu gering, um sich großartig darüber auszulassen.

Ausgezeichnete Passgenauigkeit - doch ganz ohne Spachtelmasse geht es nicht.

Weiter geht es mit der Beobachterkanzel am Bug. In Verbindung mit der Bugverglasung entpuppt sich diese als Geduldsprobe, denn hier versagt die Passgenaugkeit ein wenig. Dennoch fügt sich zuletzt alles zusammen.

Fotogeätzte Sicherheitsgurte auch beinahe außerhalb des Sichtbereichs.


 

Hier ist leider nicht alles zu 100% passgenau ausgefallen ...


 

Spachtelarbeiten an der Beobachterkanzel.


 
Die Montage der Tragflächen und des Leitwerks geht anschließend so leicht von der Hand, dass ich glatt vergessen habe, Fotos davon anzufertigen. Dank der großzügig abgemessenen Holme sitzen die Tragflächen sofort an Ort und Stelle. Es muss nichts abgestützt werden und die Teile passen einwandfrei.

Das Fahrwerk - wacklige Montage, aber fester Sitz!

Auch der Zusammenbau des Fahrwerks geht leicht von der Hand. Allerdings ist beim Einbau der Fahrwerksbeine einiges an Justierung nötig, damit alle Streben an Ort und Stelle sitzen. Hier zeigt sich die Bauanleitung wieder nicht zu 100% aussagekräftig, doch die Montage erklärt sich schließlich von selbst.

Die beiden Triebwerke bereiten ebenfalls keine Probleme. Auch diese sind rasch zusammengebaut. Ein wenig Fummelarbeit ist allerdings notwendig, um die Flammrohre aufzubohren, denn diese sind geschlossen dargestellt.

Die Auspuffrohre, fertig aufgebohrt.


 

Die Triebwerke, bereits fertig lackiert.

Danach kann es bereits mit der Lackierung losgehen. Zu dieser ist auch nicht viel zu sagen, was ich nicht schon an anderer Stelle beschrieben habe. Ich halte mich streng an die Vorgaben der Bauanleitung. Hinzu kommen noch einige Verwitterungseffekte, hauptsächlich durch Highlighting und Filtering. Dazu noch ein wenig Pastellkreide, um Schmauchspuren und Dreckschlieren zu simulieren.

Die fertig lackierte Backbordtragfläche.


 

Der komplett lackierte Rumpf.

Anschließend noch die Decals – die übrigens keinerlei Schwierigkeiten bereiteten. Danach noch abschließende Detailarbeiten, und fertig war die Ju88.

Als Fazit eine kleine Gegenüberstellung:

 

Pro Contra
  • Sehr gute Passgenauigkeit.
  • Großer Detailreichtum.
  • Stabile Auslegung des Modells – keine wackligen oder fragilen Teile.
  • Problemloser Zusammenbau.
  • Klebenähte fallen genau mit Blechstößen beim Original zusammen.
  • Bauanleitung stellenweise nicht ganz präzise.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass ich mit dem Zusammenbau einfach nur einen Riesenhaufen Spaß hatte. Ich finde diesen Bausatz einfach klasse – auch wenn es kein „Knack-und-Back-Modell“ ist. Ach ja: Anfängern würde ich nicht unbedingt zum Kauf raten, denn ein klein wenig Erfahrung sollte man für den Bausatz schon mitbringen.

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