1/32 Revell Panavia Tornado IDS

1/32 Revell Panavia Tornado IDS.

1/32 Revell Panavia Tornado IDS

 
 
Diesmal ein Baubericht der etwas anderen Art, denn dieser Modellbausatz fällt etwas aus dem Rahmen des Gewöhnlichen.
 
 
Hintergrund:

Nachdem ich diesen Bausatz vor mehreren Jahren bei ebay ersteigert hatte, wollte ich natürlich schnelle Erfolge erzielen und legte umgehend mit dem Zusammenbau der Nutzlasten sowie der Bemalung des Cockpits mit Revell Email-Farben los. Und was soll ich sagen? Beides ging komplett in die Hose!

Das Cockpit sah am Ende aus, als sei es einem Kleinkind mit beidseitiger Schüttellähmung in die Hände gefallen und die Nutzlasten waren krumm und schief zusammengeschustert, wobei ich die Klebegrate in einem Anfall von völliger Beklopptheit einfach mit einem Cutter heruntergeschabt hatte.

Fazit: Ich verlor meinen Spaß und der Bausatz klatschte in die Ecke, wo er dann die nächsten Jahre vor sich hin gammelte.
 
 
Der Neuanfang:

Jahre später entdeckte ich in einem Modellbauforum den Hinweis, man könne Revell Email-Farbe mit Backofenspray wieder lösen. Nachdem erste Versuche hierzu Erfolg gebracht hatten, brachte ich diese Technik auch beim Tornado-Cockpit zur Anwendung. Und siehe da: Es funktionierte! Damit war für mich klar: Dieses Modell wandert nicht in die Tonne, sondern irgendwann wieder einmal auf meine Schlachtbank.

Und nun war es soweit!
 
 
Nun aber zuerst eine kleine Geschichtsstunde:

1967 sollte die Lockheed F-104 Starfighter durch ein Mehrzeckkampfflugzeug abgelöst werden. Die Niederlande, Belgien, Kanada, Italien und Deutschland arbeiteten an einem neuen Konzept. Später stieß auch England zu dieser Gruppe, nachdem dort das TSR.2-Projekt eingestampft worden war.

Bis 1974 hatten sich die Unternehmen British Aircraft Corporation (BAC), Messerschmidt-Bölkow-Blohm (MBB) und Fiat schließlich zu der Panavia Aircraft GmbH zusammengeschlossen und einen Prototypen für ein neues Kampfflugzeug auf die Beine gestellt: Das MRCA (Multi Role Combat Aircraft), das später den Namen Tornado erhielt.

1980 wurden schließlich die ersten Serienmaschinen ausgeliefert. Seither verrichtet der Tornado seinen Dienst in vielen unterschiedlichen Rollen – hauptsächlich als Jagdbomber und Aufklärer.
 
 
Der Revell-Bausatz:

Wenn ich mich heute noch recht an das erste Öffnen des Baukastens erinnere, dann war ich auf den ersten Blick sehr positiv angetan. Ein gut strukturierter Bausatz, eine daumendicke Bauanleitung und ein riesiger Decalbogen waren mir aus dem Karton entgegen gekommen.

Als ich den Baukasten dann zum zweiten Mal öffnete, dachte ich: „Ach du Scheiße.“ (oder so etwas in dieser Art).

Allzu genau kann ich das heute nicht mehr rekonstruieren. Ich kann aber noch sagen, dass die Gießäste von Anfang an mit ihren sauber strukturierten Teilen einen ausgezeichneten Eindruck hinterließen und auch viele Details gleich auf den ersten Blick überzeugen konnten. Daran hat sich nichts geändert, wie man im weiteren Text sehen wird.

Der Decalbogen bietet die Möglichkeit, drei Varianten des Tornado zu bauen:

  • Tigermeet-Version des International Air Tattoo 1997 (von oben bis unten beschmiert)
  • JaboG 33 Büchel/Cochem (40 Jahre Jubiläum – Täterätäää)
  • JaboG 38 Schortens/Jever (ohne Firlefanz)

Natürlich entschied ich einmal wieder, ganz eigene Wege zu gehen: Ich wollte JaboG 33 ohne Firlefanz bauen. Auf den einzelnen Unterseiten könnt Ihr nun nachlesen, wie es mir gelungen ist, das Modell zusammenzukleben und dabei das völlig falsche Tarnschema auf den Rumpf zu sprühen …

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