1/32 Trumpeter Grumman F4F-3 „Wildcat“

Das Coverartwork.

Das Coverartwork.


 
 

1/32 Trumpeter Grumman F4F-3
 
„Wildcat“

 
 

Hersteller: Trumpeter
Erscheinungsjahr: 2006
Hersteller-Bestellnummer: 02225
Länge: 277 Millimeter
Spannweite: 360 Millimeter
Bauteile: 267 (Herstellerangabe)
Kaufpreis: 46,99 Euro (Onlinehandel, Stand Juni 2011)

 
 

Zuerst etwas Geschichte:

 
 
Am 2. September 1937 erhob sich der Prototyp der Grumman F4F „Wildcat“ zum Jungfernflug in die Lüfte. Genau 30 Jahre und zwei Tage später erblickte ich das Licht der Welt, doch das hatte mit der Wildcat herzlich wenig gemeinsam.

Mit dem Jungfernflug war nicht nur der Grundstein für die Einführung eines neuen trägergestützten Jagdflugzeuges gelegt, sondern auch eine neue Form der Namensgebung. Die Wildcat war nämlich die erste „Katze“ in der US-Luftwaffe. Bis heute noch wird diese Serie aufrecht erhalten. Jüngster Vertreter: Die F-14 „Tomcat“. 1937 konnte das aber selbstverständlich niemand ahnen. Die Jungs hatten einfach die Schnauze voll von ihren lahmen Doppeldeckern und wollten einen schnellen Eindecker für ihre Flugzeugträger. Grumman nahm die Herausforderung an.

Im 2. Weltkrieg wurde die Wildcat nicht nur von den Amerikanern eingesetzt, sondern auch nach England und Griechenland exportiert. Es lag sogar eine Bestellung über 81 Flugzeuge seitens der Franzosen vor, die aber storniert wurde, weil sich ein geistig verwirrter Anstreicher aus Österreich in Frankreich breit machte.

Ihren Haupteinsatz erlebte die Wildcat während des Pazifikkrieges. Die vielen unterschiedlichen Versionen, die seitens Grumman entwickelt und produziert wurden, errangen unzählige Luftsiege gegen die japanische Luftwaffe. Zum Kriegsende befanden sich noch gut 650 Flugzeuge im aktiven Dienst. Viele davon wurden außer Dienst gestellt und bei den Flugzeugträgern einfach über Bord geworfen. Wie im Wikipedia-Artikel hinterlegt, existieren heute noch 18 flugfähige Maschinen und etliche gut erhaltene Exemplare in Museen rund um die Welt.

Ein Pratt & Whitney R-1830-76-Sternmotor mit 895 kW (1.200 PS) und zweistufigem Lader trieb die F4F-3 Wildcat bis auf 537 km/h. Die Dienstgipfelhöhe lag bei 10600 Metern. Damit hätte die Wildcat mit ihren vier 7,62-Millimeter-Maschinengewehren, die in den Tragflächen untergebracht waren, sogar über dem Mount Everest japanische Flugzeuge abschießen können. Da gab’s aber keine.
 
 

Der Baukasten

 
 
Das hier ist wieder so eine Geschichte, wie ich sie schon bei der Bausatzvorstellung der 1/32 Matchbox Westland Lysander Mk I/III zum Einsatz gebracht habe: Ich protze hier nicht mit viel Text herum, sondern lasse alle Bilder für sich selbst sprechen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wer also mehr Informationen haben möchte, der kann einfach die Bilder anklicken. Dann gibt es kleine erläuternde Texte zu lesen. Anschließend einfach mit der „Zurück“-Funktion des Browsers zum Hauptartikel zurückkehren.

Als Größenvergleich dient auch hier – wie beinahe immer bei mir – ein Damenstöpsel von durchschnittlicher Größe.

Also, schauen wir uns den Baukasten mal genauer an. Neben dem schönen Coverartwork, das schon als Aufmacher für diesen Bericht zu sehen ist, hat Trumpeter den Karton mit hübschen Bildern bestückt:

Außerdem gibt es auf dem Kasten jede Menge Informationen – Abmessungen des fertigen Modells, Anzahl der Teile, Anzahl der Gießäste. Alles wirkt sehr wertig und stabil. Und auch im Inneren sieht der Kasten aufgeräumt aus:

Das erste Öffnen ...

Das erste Öffnen ...


 
 

Papierkrieg:

 
 
Trumpeter bietet etwas mehr Papier mit wirklich verwertbaren Inhalten als so mancher andere Hersteller, der zwar einen Riesenhaufen Warnhinweise einpackt, dafür aber nur schwer durchschaubare Bauanleitungen bietet. Hier ein Überblick:


 
 

Die Bauteile:

 
 
267 Teile an fünf Gießästen und in veschiedene Tütchen verpackt – das ist eine ziemliche Ansage! Bevor ich nun hier eine Tonne Text produziere, biete ich Euch lieber eine nette, kleine Galerie an. Wer mehr Infos zu den einzelnen Gießästen haben möchte: Einfach das jeweiligen Bild anklicken.


 
 

Die Details:

 
 
Wenn ich auf alle Details eingehen wollte, die dieser Baukasten bietet, dann wäre ich für die nächsten Wochen beschäftigt. Ob diese Details tatsächlich alle dem realen Vorbild entsprechen, muss ich dahingestellt sein lassen. Nietenzählerei gehört einfach nicht zu meinen Interessen. Hier einige Bilder von besonders nett strukturierten Bauteilen – und das sind nur ein paar von den richtig guten. Der Bausatz ist voll davon!


 
 

Der Aufmotzkit:

 
 

Der Ätzteilesatz.

Die Eduard-Fotoätzteile.

Um dem Bausatz noch ein wenig Würze zu verleihen, spendiere ich ihm noch einen Satz Sitzgurte aus dem Hause Eduard. Auf diese werde ich nun nicht im Detail eingehen – es ist kein spezifischer Ätzteilesatz, sondern ein allgemeines Teil, das für keinen bestimmten Bausatz gedacht ist.
 
 

Ein kleines Fazit:

 
 
Also, das ist mal ein Bausatz, auf den ich mich freue!

Sicher, der Preis liegt eine ganze Ecke über dem, was die Brot-und-Butter-Anbieter für einen Baukasten von ähnlichen Ausmaßen haben möchten. Dafür ist die Qualität aber auch eine andere. Alles an diesem Bausatz wirkt hochwertig. Es sieht nicht nur gut aus, es fühlt sich auch gut an. Und wie ein wenig Recherche im Internet zeigte, geht dieses Ding sogar ein wenig in die „Shake-and-bake“-Richtung. Der Bausatz hat schon viel Lob erfahren.

Ganz ausgezeichnet finde ich auch die Idee, Klarsichtteile beizufügen, um verschiedene Partien des Modells (in diesem Fall die Motorabdeckung) durchsichtig zu gestalten. Ich selbst werde davon voraussichtlich keinen Gebrauch machen, doch die Idee ist gut.

Als Cockpit-Fetischist bin ich natürlich auch von der Detaillierung der Instrumente begeistert. Die Rundinstrumente werden durch eine bedruckte Folie dargestellt und sehen ganz ausgezeichnet aus.

Alles in allem würde ich mein aktuelles Projekt gerne in die Ecke stellen und gleich mit der Wildcat anfangen. Mache ich aber nicht. Zuerst wird fertig gebaut, dann sehen wir weiter :-)

That’s all, folks!

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