1/144 Pegasus Hobbies „War of the Worlds“-Diorama

Das Cover-Artwork.

 
 

„War Machines attack!“

Hersteller: Pegasus Hobbies
Erscheinungsjahr: 2008
Hersteller-Bestellnummer: 9002
Länge (ausgehend von der Basisplatte): 203 Millimeter
Breite (ausgehend von der Basisplatte): 157 Millimeter
Bauteile: 27
Kaufpreis: 35,00 Euro (ebay, Stand November 2011)

 
 

„Kampf der Welten:

 
 
Der Film „Kampf der Welten“ („War of the Worlds“) basiert auf dem gleichnamigen Roman von H. G. Wells und wurde 1953 unter der Regie von Byron Haskin inszeniert.

Kurz zum Inhalt: Ein Meteor schlägt in der Nähe einer kalifornischen Kleinstadt ein. Die Bewohner der Stadt überlegen sofort, ob man aus diesem Ereignis Kapital schlagen könnte. Nur der eilig herbeigerufene Professor Forrester meldet Bedenken an, da ihm einiges an diesem Meteoriten nicht koscher vorkommt. Noch in der gleichen Nacht öffnet sich der Meteorit. Drei Männer, die als Feuerwache abgestellt waren, werden von Todesstrahlen verdampft. Gleichzeitig gehen noch weitere Meteoriten überall auf der Welt nieder. Rasch werden zunächst die Polizei, später dann das Militär eingeschaltet. Als aus dem Meteoriten jedoch langsam fliegende Kampfmaschinen aufsteigen, ist alle Gegenwehr zwecklos. Selbst die Atombombe versagt. Wie Professor Forrester herausfindet, handelt es sich um eine Invasion der Marsianer. Die Menschen haben der fortgeschrittenen Technologie der Außerirdischen nichts entgegenzusetzen. Als schließlich die komplette Auslöschung der Menschheit droht, sterben die Marsianer plötzlich. Sie waren nicht immun gegen die irdischen Viren und Bakterien.

Auch wenn sich Haskins Film nicht exakt an die Romanvorlage hält, so gilt er doch als ein großer Klassiker des Science-Fiction-Genres. 1954 wurde er für drei Oscars nominiert (bester Schnitt, bester Ton, beste Spezialeffekte) und gewann davon einen (beste Spezialeffekte).

Pegasus Hobbies greift mit diesem Mini-Diorama eine der Schlüsselszenen des Films auf: Der erste Angriff der marsianischen Kriegsmaschinen auf Panzer der US-Army – ein Gefecht, in dem die beiden Panzer im Film furchtbar schlecht abschnitten!
 
 

Der Baukasten:

 
 
Der Baukasten kommt mit kompakten Abmessungen daher: 303 Millimeter x 190 Millimeter x 63 Millimeter (L x B x H). Auch das Gewicht fällt nicht besonders spektakulär aus. Dafür rasselt es gewaltig, was auf einige lose Teile schließen lässt. Ansonsten weist der Kasten keine Besonderheiten auf. Es gibt nur einen Warnhinweis an der Seite, der Bausatz sei nicht für Kinder unter 13 Jahren geeignet. Außerdem findet sich noch ein kleiner Text in englischer Sprache, der den Inhalt des Kastens hübsch reißerisch (eben exakt im Stil der 50er-Jahre-Filme) ankündigt.
 
 

Das erste Öffnen des Baukastens.

 
 
Beim ersten Öffnen des Kastens stutzt man zunächst wegen des spartanischen und ziemlich chaotischen Inhalts. Unter der Bauanleitung warten zwei Plastiktüten. Eine beinhaltet die Klarsichtteile, die andere den Rest der Bauteile. Die Klarsichtteile liegen alle einzeln vor, die restlichen Teile befinden sich teilweise noch am Gießast. Viele Teile haben sich allerdings bereits gelöst und klickern in lose in der Tüte herum.
 
 

Papierkrieg der Welten:

 
 
Der Papierkrieg fällt bei diesem Baukasten extrem übersichtlich aus.

Die Bauanleitung - erste und vierte Seite.


 

Die Bauanleitung - zweite und dritte Seite.


 
 
Anfangs staunte ich nicht schlecht über dieses schlichte Faltblatt im DIN-A-4-Format. Auf der ersten Seite findet sich noch einmal das Cover-Artwork des Baukastens, gemeinsam mit dem reißerischen Aufmacher. Dann folgt auf zwei Seiten der Zusammenbau und auf der letzten Seite schließlich die Bemalungsanleitung. Die benötigten Farben:

  • Braun
  • Dunkelgrün
  • Oliv
  • Matt Schwarz
  • Gelb
  • Gun Metal
  • Weiß
  • Hellgrün
  • Rot
  • Kupfer

 
 

Die Bauteile:

 
 
Fangen wir mit den Klarsichtteilen an:

Die Klarsichtteile, lose in einer Tüte verpackt.

Alle Teile liegen einzeln vor. Verwechslungen sind ausgeschlossen – es ist auf den ersten Blick klar, welches Teil wo eingesetzt werden muss. Alle Teile sind sehr sauber geformt. Mir sind auch auf den zweiten Blick keinerlei Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Besondere Erwähnung muss hier der aus zwei Teilen bestehende „Todesstrahl“ finden, der zwischen einem der Panzer und einem der Angreifer installiert werden kann.

Einer von zwei Gießästen mit Einzelteilen eines Sherman-Panzers.

Es folgen zwei Gießäste mit Teilen der Sherman-Panzer. Anfangs wollte ich es selbst nicht glauben: Jeder Panzer besteht aus sagenhaften vier (!) Teilen. Doch beim näheren Hinsehen gibt es wirklich nichts zu meckern. Hier zwei Detailaufnahmen:

Eine Panzerkette mit Läufrädern im Detail.


 

Chassis und Turm eines Sherman-Panzers.


 
 
Es folgen zwei Gießäste mit den Teilen der marsianischen Angreifern. Die Modellbauer des Films orientierten sich bei der Formgebung an dem Aussehen des Manta-Rochens. Bei diesem Bausatz besteht jedes Raumschiff aus vier Teilen und noch einmal vier Klarsichtteilen.

Einer von zwei Gießästen mit Teilen eines marsianischen Angreifers.


 
 
Das größte – und mit Sicherheit auch auffälligste – Teil ist die Basisplatte:

Die Basisplatte - ein ovales Stück Wüstenlandschaft.


 
Diese wartet gleich mit einigen hübschen Details auf. Hier ein echtes Highlight:

Die Überreste dreier Menschen, von marsianischen Todesstrahlen verdampft.


 
Im Film werden drei Männer von der Feuerwache von den Todesstrahlen der Außerirdischen verdampft. Als später Prof. Forrester mit der Polizei anrückt, finden sie nur noch einen Aschehaufen mit den Umrissen der drei Männer am Boden. Pegasus Hobbies hat diese Umrisse in den Mittelpunkt des Dioramas gerückt.

Der Titelschriftzug an der Basisplatte.

Der Titelschriftzug ist erhaben modelliert und bietet gute Ansatzpunkte für Trockenmalerei.

Kettenspuren im Wüstensand, mit deren Hilfe die Panzer gut platziert werden können.

Zuletzt noch ein Blick auf die Kettenspuren der Panzer. Anhand dieser Spuren können die beiden Shermans exakt ausgerichtet werden. In der Bauanleitung wird bereits darauf hingewiesen, dass möglicherweise ein wenig „rangiert“ werden muss, wenn die mitgelieferten Teile der „Todesstrahlen“ zum Einsatz kommen.
 
 

Cro und Pontra:

 
 

CRO PONTRA
Sehr saubere Ausführung aller Teile. Keine Gießgrate, keine Auswerfermarken, keine Fischhäute. Sehr kleiner Maßstab.
Einfacher Zusammenbau, auch für Anfänger geeignet. Nur wenige Teile.
Sehr detailverliebte Ausführung, die Kenner des Films zu schätzen wissen. Zwei recht plumpe Plastikstangen als Ständer für die beiden Angreifer.
Der mitgelieferte “Todesstrahl” lädt ein, echte Action in die Szene zu bringen. Keinerlei Decals für die Panzer.

Ich muss zugeben, ich bin von diesem Bausatz beeindruckt. Anfangs erschreckte mich zwar der Anblick der wenigen Teile, doch beim genaueren Hinschauen offenbaren diese eine Fülle an Details, die immerhin auch bemalt werden müssen. Die beiden Panzer und die Bodenplatte werden dabei sicherlich den Löwenanteil der Arbeit in Anspruch nehmen. Die marsianischen Angreifer erfordern sehr viel weniger Aufmerksamkeit, da deren Farbgebung eher unspektakulär sein wird. Mit der offensichtlichen Qualität ist dieser Bausatz in jedem Fall ein absolutes Muss für Fans des Films!

That’s all, folks!

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