Sicherheitsgurt-Längenverstellungen

Toll – eigentlich sollten die Tipps, die ich hier abgebe, aufeinander aufbauen … aber ich muss ja unbedingt alles durcheinander würfeln!

Im Grunde hätte ich zuerst einmal beschreiben sollen, wie ich Cockpits schöner detailliere, indem ich die Sitze mit Sicherheitsgurten ausstatte, die entweder fehlen oder mies angegossen sind. Nun habe ich aber leider keinen Bericht greifbar, in dem ich etwas über das Anfertigen der Gurte erzähle. Deswegen verschiebe ich das auf später.

Heute gehen wir einfach davon aus, wir haben schon hübsche Gurte konstruiert. Diese möchten wir nun mit Längenverstellungen ausstatten. Gerade bei Bausätzen im Maßstab 1/32 und größer kommen diese zusätzlichen Details richtig gut!

Wir fangen mit der Arbeit an, indem wir eine Flasche Sekt zu uns nehmen. In welchem (Zeit-)Rahmen dieser Arbeitsschritt abgehakt wird, ist im Grunde ziemlich wurst, denn es kommt uns ja nicht auf das Saufen an, sondern auf die Bleifolie, mit der der Korken der Sektflasche eingepackt ist. Dieses Zeug schnappen wir uns und bewahren es gut auf. Alternativ funktioniert auch kräftige Alufolie … und wahrscheinlich noch ungefährt 375 andere Materialien – aber ich stehe nun einmal auf die Bleifolie (und das hat nichts mit dem Sekt zu tun!).

Außerdem benötigen wir noch einen feinen Schraubendreher, ein scharfes Messer und eine sehr, sehr ruhige Hand (deswegen Vorsicht mit dem hastigen Sektgenuss!).
Mithilfe des Schraubendrehers stanze ich dann zwei parallele Kerben in die Bleifolie. Hierbei muss ich natürlich einerseits darauf achten, die Kerben an die Breite des Gurtes anzupassen, andererseits muss ich den Abstand zwischen den Kerben im Auge behalten. Der darf keinesfalls zu groß werden, sonst sieht es hinterher total bescheuert aus. Und wem das Bild zu klein ist: Einfach anklicken, dann wird es größer. Das gilt übrigens für alle Bilder hier.
Man darf es eigentlich niemanden erzählen, aber ich haue immer ordentlich auf den Schraubendreher drauf. Damit bekommt man die ausgeprägtesten Kerben hin. Dementsprechend sieht mein Basteltisch inzwischen auch schon aus. Aber das alte Ding ist ohnehin völlig marode. Wem noch etwas an seinem Tisch liegt, der sollte für eine stabile Unterlage sorgen.
Anschließend wird das Teil grob zugeschnitten. Hierbei sollte man wirklich noch nicht allzu fein zu Werke gehen, denn dieses Stückchen Bleifolie, dessen Material ohnehin schon durch die beiden Kerben geschwächt ist, muss anschließend noch einige mechanische Belastung aushalten. Nun gilt es nämlich, den Gurt einfach durch die beiden Kerben zu fädeln – und zwar so, dass der mittlere Steg unter dem Gurt liegt.
Bis hierher sind wir noch mit einer Schere ausgekommen, was das Zuschneiden anging. Nun geht aber das Gefummel los, denn die Folie muss nun auf das entsprechende Maß gestutzt werden. Hierfür benutze ich dann das scharfe Messer. Damit sollte man extrem vorsichtig zu Werke gehen, ansonsten säbelt man ratzfatz den Gurt mitten durch.

Ist ja nicht so, dass mir das noch nie passiert wäre …

Wenn man das alles dann schön fein zugeschnitten hat, sollte man eine wunderschön anzusehende Sicherheitsgurt-Längenverstellung produziert haben. Beim Lackieren später entsprechend eingefärbt, hat man seinem Modell damit ein kleines, optisches Highlight hinzugefügt.

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