Der Verfall beginnt.

Erst jetzt, wo der zweite Teil bereits in den Startlöchern steht, habe ich das alte „State of Decay“ für mich entdeckt. Und Scheiße nochmal, ich fand das so gut, dass ich gleich den Nachfolger vorbestellt habe!

Achtung: Bilder folgen!

Zombies!

Endlich wieder Zombies!

Anno 1978 habe ich erstmals von den schlurfenden Menschenfressern gehört – als George A. Romero seinen legendären „Dawn of the Dead“ (auf Deutsch schlicht und ergreifend „Zombie“) rausgehauen hat. Himmel, was habe ich mir damals als 11jähriger Bub die Hosen vollgekackt. Gesehen habe ich den Film dann aber erst einige Jahre später, mit 16 oder 17. Da zählte es schon als eine Art Mutprobe, sich den Streifen anzuschauen, ohne wegzusehen – womit ich übrigens nie ein Problem hatte, denn das Gemetzel ließ mich stellenweise erstaunlich kalt. Wer weiß, vielleicht wäre ich ein guter Chirurg geworden. Oder Metzger. Ausbeinschlachter. Irgendwas in der Art.

In jedem Fall hat mich das Zombie-Subgenre des Horrorfilms von diesem Zeitpunkt an maßlos fasziniert. Die italienischen Kackstreifen von Lucio Fulci oder die heute wie am Fließband runtergekurbelten The-Asylum-Produktionen will ich von dieser Faszination mal ausklammern. Klar ist aber, dass ich Videospiele mit Zombiethematik buchstäblich in mich hineinfresse, sofern es sich nicht gerade um irgendwelche Multiplayershooter handelt, in denen es anscheinend eher darum geht, andere Spieler zu trollen anstatt Zombies zu killen (ich glaube, „H1Z1“ ist so ein aus meiner Perspektive unrühmliches Beispiel).

„Dying Light“ habe ich deswegen inklusive seines Addons „The Following“ buchstäblich gefressen. „Dead Rising 3“ fand ich auch recht lustig, auch wenn ich es bis heute nicht zu Ende gebracht habe. Nur „State of Decay“ war mir bislang durch die Lappen gegangen.

Zugegeben: Zu Anfang des Spiels habe ich erstmal ziemlich doof aus der Wäsche geguckt und mich gefragt, ob das eine Verarschung sein soll. Die Grafik ist nun wirklich nicht der Hammer. Außerdem gab es ein paar lustige Aussetzer, sowohl der Grafik- als auch der Physikengine. Zombies, die halb in Mauern steckten und sich deswegen problemlos killen ließen. Ein Auto hob plötzlich ab und machte einen Purzelbaum, weil sich ein Zombie darin „verheddert“ hatte. Und stellenweise verlor ich im Zombiegetümmel schlicht und ergreifend den Überblick.

Doch wenn man sich darauf einlässt, dann ist das Spiel wirklich ein Kracher. Spätestens nach Abschluss der Einführungsmissionen an der Rangerstation und bei der Ankunft an der Kirche legt die ganze Geschichte richtig gut zu.

Inzwischen habe ich aus verschiedenen Gründen schon ein paar Neustarts des Spiels hinter mir – und es ist niemals zweimal das Gleiche. Klar, die Storymissionen sind immer gleich, doch das Drumherum variiert ständig. Ich bin nun gespannt, ob ich es hinkriege, die Story durchzuspielen (sofern das überhaupt möglich ist), bevor der zweite Teil zum Download bereit steht. Ich glaube, ich werde das in jedem Fall tun, auch wenn Teil 2 bereits verfügbar ist.

Und dann gibt es in der „Year One Edition“, die ich habe, ja auch noch eine zweite Kampagne mit einer komplett anderen Storyline. Die muss natürlich auch noch ausprobiert werden. Den reinen Survival-Sandkasten, den das Spiel noch mitbringt, werde ich mir wohl schenken. Mit „Elite: Dangerous“ habe ich schon Sandbox genug …

© 2017, 2018 Niels Peter Henning

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