Elite: Dangerous - die Reise zum Zentrum der Galaxis

Ich fliege ja nun schon seit geraumer Zeit als Commander "Der Kalte Finger" in Elite: Dangerous herum. Inzwischen habe ich wieder alle Schiffe, die es im Spiel zu kaufen gibt. Mir fehlt nur noch das neueste Passagierschiff, das derzeit nur gegen Echtgeld erhältlich ist. Und da ich keine Lust auf Passagiermissionen habe, bin ich auch nicht bereit, hierfür etwas zu investieren.

Mir fiel die Tage aber siedend heiß ein, dass ich Sagittarius A* noch keinen Besuch abgestattet hatte. Dabei handelt es sich um das supermassereiche Schwarze Loch, das sich im Zentrum unserer Galaxis befindet und das im Spiel auch dargestellt ist. Also sattelte ich die Hühner (in Form meines Caspian Explorer, für den ich ebenfalls Echtgeld ausgegeben hatte und den ich bis dato noch nicht weiter genutzt hatte) und machte mich auf den Weg. Das Ganze natürlich in einer Minimalkonfiguration. Das heißt: Schwaches Schutzschild, das zwar wenig Gewicht auf die Waage bringt, im Gegenzug aber maximal einen Parkrempler abfangen kann. Dazu einen großen Treibstoffsammler, damit der Tank schnell wieder aufgefüllt wird, einen Fahrzeughangar mit Bodenfahrzeug und einen Detailoberflächenscanner.

Mein Plan: Zuerst ein wenig von der kürzesten Route abweichen, damit ich nich ausschließlich auf bekannten Pfaden unterwegs bin und ein paar Erstentdeckungen machen kann. Dann auf das Zentrum der Galaxis zuhalten und dabei alles an Lebensformen erforschen, was mir vor den Scanner kommt.

Guter Plan. Nur ... klappen muss er!

Exotische Lebensformen
Einige exotische Lebensformen waren schnell gefunden.

Wie es in Elite: Dangerous nun einmal so ist: Das Ganze gestaltete sich von Anfang an natürlich ziemlich eintönig. In ein System springen, an der Sonne auftanken und dabei das System mit dem Vollspektrum-Systemscanner kartieren. Gleich nachschauen, ob ein Himmelskörper mit biologischen Signalen dabei ist. Wenn ja: Hinfliegen, einen Detailoberflächenscan durchführen, dann runter zur Oberfläche, die Lebensformen suchen und diese dann scannen. Von jeder Lebensform drei Scans, zwischen denen jeweils eine gewisse Distanz liegen muss.

Die Belohnung: Für jeden kompletten Datensatz, bestehend aus drei Scans, je nach Lebensform zwischen 1 Million und 20 Millionen Credits. Auf diese Weise läppert sich im Lauf der Reise ganz schön was zusammen!

Der Caspian Explorer erwies sich dabei zunächst einmal als echter Glücksgriff. Das Ding hat eine sagenhafte Sprungreichweite - bis zu 360 Lichtjahre, wenn man das Glück hat und den Sprungantrieb an einem Neutronenstern überladen kann. Auch ohne die Überladung sind es in meiner Konfiguration immer noch gut 60 Lichtjahre. Die einzelnen Planeten in einem System sind ebenfalls schnell aufgesucht, wenn man den Frameshiftantrieb im Supercruise überlädt. Das Geniale dabei: Dieses Ding überhitzt nicht! Weder beim Tanken noch beim Überladen des Antriebs. Der Caspian Explorer ballert dann einfach voran, bis der Tank leer ist.

Aber dann kam die Ernüchterung, denn man muss mit diesem Ding schließlich auch landen!

Sobald das Gelände etwas unwegsam wird, kann das zu einem echten Geduldsspiel ausarten, denn der Caspian Explorer ist groß! Außerdem liegt der Ausstieg genau in der Mitte des Schiffes. Wenn man also vor oder neben einer Bioprobe landet, dann muss man nach dem Aussteigen ein ganzes Stück laufen, um die Probe zu erreichen.

Doch nach einer Weile kam ich mit den Landungen immer besser klar und schaffte es auch, das Schiff günstig zu platzieren, um nicht allzu viel Fußweg zu haben.

Hier und da wurde ich dann bei Landungen mit schicken Panoramen belohnt:

Landung auf dem Mond eines Ringplaneten
Abgefahrener Himmel: Landung auf dem Mond eines Planeten mit Ringen.

Mein Biodatenspeicher füllte sich recht schnell, sodass ich schon bald mit einer anständigen Auszahlung nach meiner Rückkehr rechnen durfte. Hinzu kommt, dass ich momentan beim Powerplay bei Pranav Antal aktiv bin, der total auf Biodaten abfährt. Dabei habe ich einen derart hohen Rang, dass ich noch einmal 30% Bonus auf alle Biodaten bekomme, die ich in einem Kontrollsystem von Pranav Antal abgebe.

Hinzu kommen dann natürlich noch die Himmelskörper im System, die ich im Lauf der Reise entdecke. Hierbei kann es ebenfalls ganz hübsch in der Kasse klingen - insbesondere, wenn man Wasserwelten oder erdähnliche Welten entdeckt.

Wenn man dann auch noch über eine erdähnliche Welt stolpert, die eine Wasserwelt umkreist, dann ist das eigentlich kaum noch zu toppen:

Erdähnliche Welt im Orbit einer Wasserwelt
Eine erdähnliche Welt im Orbit einer Wasserwelt - so etwas findet man auch nur einmal!

Auf einer so hübschen Kugel könnte man sich dann auch glatt niederlassen:

Eine erdähnliche Welt
So sieht die erdähnliche Welt dann aus der Nähe aus. Beim Oberflächenscan klingelt die Kasse.

So ging es dann immer weiter und weiter. Zwischendurch kam eine Phase, in der ich von einem Neutronenstern zum nächsten springen und auf diese Weise in kürzester Zeit eine Riesendistanz zurücklegen konnte. Zwischendurch musste ich sogar die Route von Hand unterbrechen und einen Sprung manuell plotten, um an einen Treibstoffstern zu gelangen, bevor der Tank leer war. Einerseits ist es ja schön, wenn man ordentlich Meter macht, doch andererseits springt man dabei natürlich an vielen Biosignalen vorbei.

Als die Systemdichte dann zum Zentrum der Galaxis hin immer mehr zunahm, wurden die Neutronensprünge auch immer seltener. Aber irgendwann war es dann geschafft:

Ein letzter Sprung
Ein letzter Sprung noch, dann ist das Reiseziel erreicht.

Und dann war ich angekommen. Ich glaube, seit ich angefangen habe zu spielen war das nun mein dritter Besuch hier. Zu schade, dass die Schwarzen Löcher inzwischen nicht grafisch ein wenig aufgehübscht wurden. Aber herrje, man weiß ja, was gemeint ist.

Das Zentrum der Galaxis
Geschafft: Sagittarius A* ist erreicht.

Im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Schwarzen Löchern sollte man Sagittarius A* allerdings nicht zu nahe kommen - es sei denn, man möchte sich möglichst flott in die Bubble "zurücksterben". Ich wollte hier ohnehin kein Risiko eingehen, denn mein Schiff war inzwischen ziemlich angeschlagen und nur noch mit 30% Hülle unterwegs, weil ich irgendwo auf dem Weg versehentlich einen drastischen Aufsetzer auf einer Planetenoberfläche gemacht hatte, der deutlich über einen Parkrempler hinausgegangen war.

Zu meinem Glück hatten aber ein paar gute Seelen ihre Carrier im System geparkt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So konnte ich kurz zwischenlanden und mein Vehikel reparieren. Auch der Frameshiftantrieb wurde dabei frisch gemacht, denn der bekam schließlich bei jedem Neutronenstern-Überladungssprung ordentlich auf die Ohren. Meine Daten habe ich dabei natürlich nicht abgegeben, denn die möchte ich in einem Pranav-Antal-Kontrollsystem abwerfen, um den maximalen Ertrag zu erzielen.

Inzwischen bin ich wieder auf dem Rückweg und scanne Bioproben, was das Zeug hält. Es wird wohl einige Zeit dauern, bis ich wieder in Reichweite der bewohnten Bubble komme, doch dann wird die Kasse gewaltig klingeln. Ich lasse Euch wissen, wie viel Kohle im Endeffekt rausgekommen ist.

Und natürlich berichte ich, falls ich unterwegs noch etwas Spektakuläres erleben sollte (womit ich leider nicht rechne, doch manchmal kann Elite: Dangerous immer noch überraschen).

That’s all, folks!

Zurück zur Übersicht >>>

Die neuesten Beiträge:

Elite: Dangerous - Reise zum Zentrum der Galaxis

Circuit Tracks - kann das auch BRATZ?

Retrowave G13 Ultra - Hot oder Schrott?

Ein paar Worte zu KI ...

Novation Circuit Tracks - erste Session

Diese Webseite wurde realisiert mit GRAV.

Alle Inhalte (c) 2026 by Niels Peter Henning.

Diese Seite verwendet keine Tracking-Cookies. Alle Cookies, die gesetzt werden, sind rein technischer Natur, für den Betrieb der Seite notwendig und werden beim Verlassen der Seite automatisch wieder gelöscht. Weitere Infos zum Datenschutz gibt es im Impressum und der Datenschutzerklärung